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Autor: Marco Leithner

D2C-Shops im AI-Zeitalter: Strategische Chancen für Pharma

Ein eigener D2C-Shop ist eine strategische Entscheidung, die nicht überstürzt, aber zeitnah getroffen werden sollte. Unsere AI-Visibility-Daten zeigen: In Zeiten von KI ermöglicht ein D2C-Shop, Daten und Inhalte gezielt AI-konform zu platzieren und über Google-Backends auszusteuern.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Nur 5,4 % der rund 300 sichtbaren Pharma-Hersteller betreiben aktuell einen D2C-Shop — Potenzial besteht.
  • D2C-Ziele unterscheiden sich: direkter Vertrieb, Sichtbarkeits- und Markensteuerung oder purpose-getriebene Angebote.
  • Regulatorische Grenzen (Rx, apothekenpflichtige Produkte) begrenzen den Verkauf über D2C-Kanäle.
  • AI-Relevanz: AI-konforme Textstruktur und Bereitstellung über Google-Backends sind Voraussetzung für künftige Customer Journeys (z. B. Gemini Universal Cart).
  • Marktpraktiken: Willkommensrabatte von 10 % sind gängig; Modelle reichen von exklusiven Produktlinien bis zu Abonnements und Empfehlungsboni.

Warum D2C jetzt strategisch relevant ist

Unsere Analyse zeigt, dass D2C-Shops in der Gesundheits- und Pharmawelt an Bedeutung gewinnen. Von rund 300 gesundheitsbezogenen Herstellern und Marken sind aktuell 5,4 % mit einem eigenen D2C-Shop sichtbar. In Kombination mit den Möglichkeiten, Inhalte AI-konform zu strukturieren und über Google-Backends auszuliefern, eröffnet das direkte Vertriebs- und Kommunikationskanal neue Steuerungsoptionen für Customer Journeys.

Unterschiedliche Zielsetzungen verlangen unterschiedliche Shop-Modelle

Ein D2C-Shop ist kein One‑size‑fits‑all. Beispiele aus der Analyse zeigen unterschiedliche Zielsetzungen:

  • Vertrieb: Orthomol setzt auf exklusive Produkte, die über den Shop verkauft werden und sich perspektivisch rechnen müssen.
  • Sichtbarkeit/Marketing: Kijimea nutzt den Shop, um Wettbewerber in Suchergebnissen zu verdrängen—ein Marketing-Tool, auch wenn eine kurzfristige Kosten­deckung schwierig ist.
  • Customer-Bindung: Abonnements, Treueprogramme und Empfehlungsboni (z. B. 15 EUR für Freunde-werben-Freunde) werden eingesetzt, um Kunden zu binden.
  • Purpose-orientiert: MEDICE betreibt einen Shop für vollwertige Lebensmittel—kein klassisch profitgetriebenes Modell, aber ein zielgerichteter Ansatz.

Typische Maßnahmen und Marktpraktiken

Gängige Elemente in den untersuchten D2C-Shops sind:

  • Willkommensrabatte: Häufig 10 % bei Newsletter-Anmeldung (Orthomol, Kijimea, Eubos, Weleda).
  • Exklusive Produktlinien: Separate Serien nur im D2C-Shop, kombiniert mit eigenen Rabattaktionen (Orthomol).
  • Abonnements und Empfehlungsprogramme: Kijimea kombiniert 10 % Willkommensrabatt mit Abo-Services und Empfehlungsboni.

Wichtig ist, dass die konkrete Auswahl dieser Maßnahmen von der Zielsetzung (Umsatz vs. Sichtbarkeit vs. Markenbindung) abhängt.

Regulatorik, Wirtschaftlichkeit und AI-Technik beachten

Regulatorische Restriktionen sind zentral: Rx- und apothekenpflichtige Produkte dürfen nicht über D2C-Shops verkauft werden, was das Marktpotenzial begrenzt. Wirtschaftlich kann ein D2C-Shop sowohl direkt profitabel sein (bei exklusiven Produkten) als auch primär als Marketinginstrument dienen (Sichtbarkeitssteigerung trotz hoher CPCs bei Listpreisen).

Technisch gewinnt die AI-Aspekte an Gewicht: Unsere Workshops zeigen, dass Texte und insbesondere ihre Struktur AI-konform gestaltet und über die Google-Backends bereitgestellt werden müssen. Damit stellen Marken sicher, dass ihre Customer Journey auch in AI-gesteuerten Umgebungen (z. B. Universal Cart von Gemini) kontrollierbar bleibt.

Fazit

Ein D2C-Shop ist kein Selbstläufer, aber ein strategisches Werkzeug mit klaren Vorteilen für Kundennähe, Sichtbarkeit und AI-gesteuerte Customer Journeys. Entscheidend sind eine klare Zieldefinition, die Beachtung regulatorischer Grenzen und die technische Vorbereitung auf AI-orientierte Ausspielwege.

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Universal Cart: KI-Disruption der Customer Journey bis 2026

Google hat auf der I/O-Konferenz (19. Mai) den Universal Cart angekündigt — ein shop-übergreifender Meta-Cart, der Produkte via Gemini vorschlägt und Bestellungen im Hintergrund an Shops weiterleitet. Der Start ist für Sommer 2026 avisiert; die Customer-Journey wird sich damit grundlegend verschieben.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Universal Cart bündelt shop-übergreifende Angebote: Nutzer bestätigen Zahlung, die AI routet Bestellungen an einzelne Shops.
  • Shops laufen Gefahr, zum reinen Logistiker zu werden; Hersteller-Websites und YouTube-Inhalte gewinnen an Einfluss.
  • Zentrale Hebel zur Einflussnahme auf Gemini/Universal Cart: hochwertige Stammdaten, klar strukturierte Herstellerinformationen und zielgerichtete Video-Inhalte.
  • Shop-Systeme und Plattformanbieter (u. a. Shopify, Sephora) setzen Schnittstellen; Vorbereitungen vor Launch (Sommer 2026) sind sinnvoll.
  • Mit Massendaten lassen sich Customer-Journeys heute schon re-engineeren und konkrete Maßnahmenvalidierungen durchführen.

Was der Universal Cart technisch und prozessual bedeutet

Der Universal Cart ist ein shop-übergreifender Meta-Basket, vorgestellt von Google auf der I/O-Konferenz (19. Mai). Nutzer geben ein Prompt, Gemini schlägt passende Produkte vor und wenn der Nutzer auf Kaufen klickt, sammelt der Universal Cart die ausgewählten Artikel und leitet die Bestellungen im Hintergrund an die jeweils relevanten Shops weiter. Für Nutzer entfällt das manuelle Vergleichen und Abschließen auf einzelnen Shopseiten; die AI bleibt die zentrale Oberfläche.

Auswirkungen auf Shops, Hersteller und Plattformen

Weil die AI die Auswahl- und Kaufentscheidung steuert, reduziert sich die Bedeutung von Shop-Frontends als Entscheidungsort. Shops können dadurch primär Logistik- und Fulfillment-Partner werden. Gleichzeitig steigt die Bedeutung von Herstellerseiten und Content-Plattformen (insbesondere YouTube), weil Gemini und der Universal Cart diese Quellen zur Produktbewertung und -auswahl nutzen können. Google plant, das Cart-Konzept auch in YouTube und Gmail auszubauen.

Konkrete Hebel: Stammdaten, Hersteller-Content und Video

Das PDF nennt drei Hebel, mit denen Unternehmen den Universal Cart beeinflussen können: 1) Präzise und vollständige Produktstammdaten im Google-Ökosystem, 2) klar abgegrenzte, strukturierte Informationen auf Hersteller-Websites und 3) hochwertige YouTube-Inhalte. Beispiele aus dem PDF: Orthomol und Bayer werden als Marken genannt, die bereits gute Ansätze bei Stammdaten und Herstellerinformationen verfolgen.

Operative Empfehlungen für Entscheider vor dem Launch

Vor dem erwarteten Launch im Sommer 2026 sollten Unternehmen pragmatische Maßnahmen priorisieren: Audit und Bereinigung von Produktstammdaten im Google-Umfeld; strukturierte, semantisch klare Inhalte auf Herstellerseiten (Produktnutzen, Indikationen, Kontraindikationen, verbindliche Attribute); gezielte Investition in erklärende und vertrauensbildende YouTube-Inhalte; sowie Abstimmung mit Plattform- und Shop-Partnern (z. B. frühe Implementierung der vorgesehenen Schnittstellen durch Anbieter wie Shopify und Sephora).

Fazit

Der Universal Cart verändert Entscheidungs- und Kaufprozesse: Wer jetzt Stammdaten, Herstellercontent und Video-Strategien systematisch aufbaut, kann Einfluss auf die KI-gesteuerte Customer Journey gewinnen. Prosoom bietet an, diese Journeys anhand von Massendaten zu re-engineeren und priorisierte Maßnahmen vor dem Launch zu validieren.

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Menopause‑Bias im AI‑Commerce: Keywords, Zielgruppe, Kosten

Der Menopause‑Bias beschreibt die Verzerrung, die entsteht, wenn Unternehmen aus Produkt‑ statt aus Markt‑Perspektive Keywords und Prompts wählen. Hohe Suchvolumina bedeuten nicht automatisch passende Reichweite — im Gegenteil: sie können Werbebudgets auf nicht relevante Nutzer verbrennen.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Suchvolumen allein ist trügerisch: hohe Klickzahlen bringen nicht automatisch Conversion, wenn Zielgruppenzuordnung fehlt.
  • Zwei typische Fehler: generische Keywords für spezialisierte Menopause‑Produkte; Menopause‑Positionierung für generische Produkte.
  • Suchintention und demografische Verteilung (Alter/Geschlecht) müssen mit Produkt‑USPs abgeglichen werden.
  • Analyse der sichtbaren Wettbewerber und Keywords zeigt Markt‑Logik — nicht nur Produkt‑USP.
  • Fokussierung in Keywords, Messaging und Landing Pages reduziert Streuverluste und Werbeausgaben.

Was ist der Menopause‑Bias?

Der Begriff beschreibt eine wiederkehrende Verzerrung, die Prosoom in Workshops und Marktanalysen beobachtet hat: Unternehmen wählen Keywords oder Prompts, weil sie hohe Suchvolumina zeigen, ohne zu prüfen, ob diese Suchanfragen zur tatsächlichen Zielgruppe und zum Produkt‑USP passen. Das Ergebnis ist ein Missverhältnis zwischen Impressionen/Klicks und tatsächlicher Nachfrage der relevanten Kundengruppe.

Zwei typische Fehlerfälle

Fall 1: Ein Hersteller von Menopause‑Produkten bewirbt Symptome wie „Schlafstörung“, weil diese Schlagworte viel gesucht werden. Folge: viele Impressionen und Klicks, hoher CPC und geringe Conversion, weil viele Suchende nicht zur Zielgruppe (weiblich, bestimmte Altersklasse) gehören oder die Ursache ihrer Beschwerden anders interpretieren. Fall 2: Ein Hersteller allgemeiner Produkte (z. B. Verdauungshelfer) nutzt den Menopause‑Hype, textet stark in Richtung „Menopause“ und verliert dadurch die klare Ansprache der eigentlichen Zielgruppe. Beide Fälle entspringen zu starkem Denken aus der Produktperspektive statt aus Sicht der Suchenden und der Suchmaschinen/AIs.

Warum Suchvolumen und Wettbewerb irreführen

Große Suchvolumina für generische Begriffe täuschen über die tatsächliche Marktgröße einer relevanten Kundengruppe hinweg. Suchintention, geschlechter‑ und altersbezogene Verteilung und die bestehende Wettbewerbslandschaft (z. B. viele Anbieter für Schlafmittel) führen zu höheren CPCs und niedrigeren Konversionsraten. Darüber hinaus strukturieren Suchmaschinen und KI‑Modelle Keywords nach nachvollziehbaren Intent‑Mustern; ein einzigartiger USP wird bei generischen Suchanfragen selten aktiviert.

Praktische Empfehlungen für Entscheider

1) Beginnen Sie mit Markt‑ und Nutzerclustering, nicht mit Produkt‑USPs: Welche Symptome suchen welche Gruppen, mit welchem Wortschatz? 2) Mappen Sie Keywords/Prompts auf Intention und Demografie, bevor Sie Budget skalieren. 3) Analysieren Sie die sichtbare Produktlandschaft – wo liegen echte Wettbewerber und wie texten diese? 4) Segmentieren Sie Kampagnen und Landingpages strikt nach Intention (z. B. „Menopause‑bedingte Schlafstörung“ vs. „allgemeine Schlafhilfe“). 5) Testen Sie Prompts und Anzeigen auf Conversion‑Metriken, nicht nur auf Impressions oder Klicks.

Fazit

Der Menopause‑Bias ist kein Thema der Semantik allein, sondern ein strukturelles Problem in Strategie und Targeting. Entscheidend ist, Keywords, Prompts und Budgets entlang tatsächlicher Suchintention, Demografie und Wettbewerbsstruktur zu planen — dann reduzieren Sie Streuverluste und erhöhen die Conversion‑Effizienz.

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Kein klarer „Ozempic‑Knick“ für OTC‑Abnehmprodukte

Die Frage, ob Ozempic einen „Pillen‑ähnlichen“ Marktknick bei Abnehmprodukten ausgelöst hat, lässt sich mit den vorliegenden Daten verneinen: Es gibt Verschiebungen in Sichtbarkeit, Werbekosten und Marktanteilen, aber keinen flächendeckenden Einbruch.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Kein eindeutiger, umfassender „Ozempic‑Knick“ bei OTC‑Abnehmprodukten erkennbar.
  • Apotheken‑Sichtbarkeit ist volatil, pendelt im Durchschnitt bei rund 20%.
  • CPCs für relevante Suchbegriffe haben sich seit 2023 fast verdoppelt — mehr Anbieter im Markt.
  • Formoline zeigt Absatzwachstum 2026; Orlistat‑OTC weist einen leichten Rückgang über die letzten Jahre auf.
  • Neue Geschäftsmodelle (Rezept + Lieferung, Produktvergleiche) gewinnen an Sichtbarkeit und rechtlicher Brisanz.

Kurzfassung der Marktbeobachtung

Der mediale Hype um Ozempic und ähnliche Wirkstoffe hat das Marktinteresse erhöht. Prominente Beispiele und Berichterstattung führten zu erhöhter Wahrnehmung, doch die verfügbaren Indikatoren zeigen keine einheitliche Disruption vergleichbar mit dem historischen „Pillenknick“.

Als Hinweis auf Marktveränderungen wird in Publikationen die Insolvenz von Weight Watchers genannt; dies ist jedoch kein Beleg für einen flächendeckenden Absatzrückgang bei OTC‑Produkten.

Sichtbarkeit und Hersteller‑Verschiebungen

Im Apothekensegment ist die Online‑Sichtbarkeit seit einiger Zeit volatil, im Durchschnitt bei etwa 20%. Innerhalb dieses Segments verändern sich Marktanteile: Orlistat verlor zeitweise an Sichtbarkeit, wodurch Formoline Marktanteile gewinnen konnte. Vor einem Sichtbarkeitsrückgang war ratiopharm stark vertreten; aktuell zeigt Hexal Führungstendenzen.

Außerhalb des Apothekenmarktes verschieben sich Anteile stärker, neue Produktgattungen (Kapseln, Shakes, Säfte) und neue Anbieter erscheinen, während andere verschwinden. Der Anbieter „n1“ erreicht wiederholt gute Sichtbarkeit.

Werbeökonomie: CPC und Wettbewerbsdruck

Die Kosten pro Klick (CPC) für relevante Suchbegriffe haben sich seit 2023 nahezu verdoppelt. Das deutet auf intensiveren Wettbewerb und eine höhere Zahlungsbereitschaft verschiedener Anbieter hin. Insgesamt spricht dieser Trend für ein wachsendes Interesse von Marktteilnehmern, nicht für einen Rückzug.

Der Listenpreis von Ozempic wird in der Analyse mit etwa 250 EUR für zwei Wochen angegeben — ein Faktor, der die Erreichbarkeit für breite Konsumentengruppen relativiert und eine rationale Erklärung dafür liefern kann, warum kein vollständiger Markt‑Knick stattgefunden hat.

Absatzentwicklung und Handelsfolgen

Die reinen OTC‑Absatzdaten zeigen kein einheitliches Bild: Formoline verzeichnet Wachstum in 2026, unter anderem durch Mehrfach‑Packungen. Orlistat‑OTC weist über die letzten Jahre einen leichten Absatzrückgang auf. Einzelne Händler wie Rossmann haben das Potential von Formoline erkannt; dm‑med ist zwar im Sortiment sichtbar, aber noch nicht aktiv auf Google Shopping.

Parallel steigen Angebote, die Verschreibung und Lieferung kombinieren, sowie sichtbare Produktvergleiche (z. B. treated.com). Diese Modelle verändern Go‑to‑Market‑Optionen und bergen rechtliche Fragestellungen für Händler und Plattformbetreiber.

Fazit

Fazit: Die Daten sprechen gegen einen klassischen „Ozempic‑Knick“ bei OTC‑Abnehmlösungen. Vielmehr sehen wir Marktverschiebungen: veränderte Sichtbarkeiten, steigende CPCs, selektives Absatzwachstum (Formoline) und leichten Rückgang bei Orlistat. Entscheider sollten diese Indikatoren nutzen, um Sortiment, Paid‑Search‑Budget und neue Vertriebsmodelle strategisch zu prüfen.

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llms.txt: Ergebnisse einer empirischen Analyse für Entscheider

Kurz: Die Idee llms.txt wird bereits von einigen Websites verwendet, liefert aktuell aber keinen nachweisbaren Sichtbarkeits- oder Umsatzvorteil in großen LLMs wie ChatGPT oder Gemini.

Grundlage ist eine empirische Auswertung von 300 Millionen Such- und Promptergebnissen aus dem Gesundheitsbereich.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Aus 300 Millionen Such- und Promptergebnissen im Gesundheitsbereich ergeben sich keine Hinweise auf einen positiven Impact von llms.txt bei großen LLMs.
  • Über 5 % der Websites nutzen inzwischen eine llms.txt, darunter bekannte Marken und D2C-Shops — Verbreitung allein bedeutet aber noch keinen Vorteil.
  • Technisch spart eine llms.txt Aufwand (Beispiel: 29 KB gegenüber einer 4.724fach größeren Datenmenge), doch große LLMs unterstützen das Format derzeit nicht.
  • LLMs greifen vorrangig weiter auf klassische SEO-Signale zurück; etablierte Standards wie sitemap und robots.txt bleiben relevant.
  • Strategieempfehlung: Investitionen in neue Formate sollten datenbasiert erfolgen — empirische Tests vor Skalierung.

Was ist llms.txt und welche Idee steckt dahinter?

llms.txt ist ein schlichtes Textformat, das Links und relevante Textauszüge einer Website für LLMs bereitstellen soll. Die Idee: Große Sprachmodelle sollen so schneller und effizienter den relevanten Seiteninhalt erfassen können, ohne jede verlinkte Ressource vollständig zu crawlen. Praktische Beispiele zeigen sehr kleine Dateigrößen — in der Analyse tauchte ein Beispiel mit 29 KB auf.

Verbreitung versus Wirkung: Was die Daten sagen

In der untersuchten Stichprobe aus dem Gesundheitsbereich verwenden bereits über 5 % der Websites eine llms.txt, darunter auch etablierte Marken und D2C-Shops. Trotz dieser Verbreitung ließ sich in der Messung kein positiver Effekt auf Sichtbarkeit in großen LLMs feststellen. Große Modelle geben an, llms.txt derzeit nicht zu unterstützen, sodass die Verbreitung noch nicht zu einer besseren Nennung oder Platzierung führt.

Technische Effizienz ist vorhanden — aber ohne Praxiswirkung

Ein praktischer Vorteil der llms.txt ist die Reduktion der zu verarbeitenden Datenmenge: Im Beispiel bedeutete die llms.txt 29 KB statt einer 4.724fach größeren Datenmenge, die sonst heruntergeladen und verarbeitet werden müsste. Rein technisch reduziert das Aufwand für das Aggregieren von Inhalten, aber solange große LLMs das Format nicht berücksichtigen, bleibt dieser Vorteil theoretisch.

Implikationen für SEO- und AI-Strategien von Entscheider:innen

Die Analyse zeigt, dass LLMs aktuell weiterhin stark von klassischen SEO-Signalen beeinflusst sind. Sitemap und robots.txt sind langjährig etablierte Standards mit hoher Durchdringung; sie sollten weiterhin Priorität haben. Neue Ansätze wie llms.txt sollten zwar getestet werden, aber erst skaliert werden, wenn empirische Daten einen klaren ROI belegen. Entscheider sollten Datenmessung und technische Machbarkeit verbinden, bevor Ressourcen verschoben werden.

Kurzer Befund zu Meta-Texten und »Fishing«-Versuchen

Zusätzlich wurde ausgewertet, wie Websites Meta-Texte zur Beeinflussung von LLMs nutzen. Es gab Fälle, die als Versuch interpretiert wurden, in fremden Kontexten zu »fischen« — auch diese Maßnahmen zeigten laut Messung keinen effektiven Impact auf LLM-Ergebnisse.

Fazit

llms.txt ist eine technisch sinnvolle Idee mit wachsender Verbreitung, liefert jedoch derzeit keinen nachweisbaren Vorteil in großen LLMs. Für Entscheider gilt: Priorisieren Sie etablierte Standards und datenbasierte Tests, bevor Sie in neue Formate skalieren.

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Advertorials und Fake-Vergleichsseiten im Health-E‑Commerce

Advertorials – als redaktionell getarnte Kaufempfehlungen – sind in der Gesundheits- und Beauty-Suche präsent und wirken oft seriös. Eine Auswertung von Google-Werbeanzeigen für Millionen Gesundheits-Keywords (seit 01.12.2025) identifiziert über 650 Advertorial-Vergleiche/-Tests, die nur 1,8% aller beworbenen Seiten ausmachen, aber das Klickvolumen bei generischen Keywords um das 7‑fache erhöhen.

Wesentliche Risiken: 25% der untersuchten Advertorials tragen keine Werbekennzeichnung; 7,5% binden Inhalte oder Verweise zur Stiftung Warentest ein; und einzelne Marken tauchen vielfach auf (Vitamoment: 207 Nennungen).

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Advertorials sind erlaubt, aber müssen als Werbung gekennzeichnet sein — in der Auswertung fehlte die Kennzeichnung bei 25%.
  • Mehr als 650 Advertorial-Vergleiche/-Tests wurden identifiziert; sie stellen 1,8% der beworbenen Seiten, erzeugen aber überproportional Klickvolumen.
  • Bei generischen Keywords zielen Advertorials auf Neukunden: das Klickvolumen ist siebenmal größer als bei anderen Formaten.
  • Marken werden häufig namentlich genannt (Vitamoment: 207 Nennungen); einige Seiten nutzen Weiterleitungen zu D2C-Shops oder platzieren vermeintliche Testsieger strategisch.
  • 7,5% der Advertorials referenzieren Stiftung Warentest oder dessen Ergebnisse — eine mögliche Irreführung, wenn Quellen nicht korrekt dargestellt werden.

Was sind Advertorials und wie ist die Rechtslage?

Advertorials kombinieren Werbeinhalte mit journalistischer Form und sollen redaktionelle Glaubwürdigkeit herstellen. Rechtlich sind Advertorials zulässig, müssen aber deutlich als Werbung gekennzeichnet sein. In der analysierten Stichprobe fehlte diese Kennzeichnung in 25% der Fälle, was aus Compliance‑ und Abmahn‑Sicht problematisch ist.

Reichweite und Einfluss auf Paid Search

Die Analyse aller Google‑Werbeanzeigen für Millionen von Gesundheits‑Keywords seit dem 01.12.2025 ergab über 650 Advertorial‑Vergleiche/-Tests. Diese Seiten machen 1,8% der beworbenen Domains aus, generieren aber bei generischen Keywords ein siebenfach höheres Klickvolumen — sie sind also klein in der Anzahl, groß im Wirkungspotenzial.

Markeneffekte und typische Gestaltungsmuster

Advertorials präsentieren sich häufig mit Logos, vermeintlichen Expertenstimmen und Testergebnissen, um Seriosität zu suggerieren. Einige Seiten leiten auf Hersteller‑D2C‑Shops weiter oder setzen einen Buy‑Button ein, um zusätzliche Umsätze zu erzielen. In der Auswertung war Vitamoment mit 207 Nennungen Spitzenreiter; Doppelherz folgte ebenfalls häufig. Platzierungsmuster zeigen den angeblichen Testsieger zentral.

Erkennungsmerkmale, Risiken und irreführende Referenzen

Indikatoren für problematische Advertorials sind fehlende Werbekennzeichnung, fiktive oder nicht klar gekennzeichnete Autoren, Weiterleitungen zu Herstellerseiten und die Einbindung vermeintlich neutraler Testergebnisse. 7,5% der analysierten Seiten nannten Stiftung Warentest oder banden dessen Ergebnisse ein — ein Punkt, der eine genaue Prüfung der Quellenangaben erfordert. Monetarisierungsformen wie Affiliate‑Links und Buy‑Buttons können zudem zu Interessenkonflikten führen.

Handlungsfelder für Marken und E‑Commerce‑Entscheider

Entscheider sollten systematisch überwachen, wo ihre Marke in Advertorials genannt wird, und Paid‑Search‑Auftritte in relevanten Keyword‑Clustern auditieren. Prüfen Sie Werbekennzeichnungen, Quellverweise (z. B. Stiftung Warentest) und Redirect‑Mechanismen. Ergänzend empfiehlt sich die Analyse, ob Advertorials die Customer Journey verändern (Touchpoints, Klickpfade, Conversion‑Ziele) und ob bezahlte Platzierungen gezielt über generische Keywords Neukunden kanalisieren.

Fazit

Advertorials sind ein kleines, aber wirkungsstarkes Element im Gesundheits‑Paid‑Search‑Ökosystem. Für Marken bedeutet das: Monitoring, rechtliche Prüfung der Kennzeichnung und eine datenbasierte Bewertung des Einflusses auf Sichtbarkeit und Conversion‑Pfad. Nur so lassen sich Reputations‑ und Umsatzrisiken zielgerichtet steuern.

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Makya setzt Apotheken unter Druck im Raucherentwöhnungsmarkt

Prosoom-Daten vom 10. Januar 2026 zeigen: Ein D2C-Anbieter (Makya) hat traditionelle Apothekenmarken in Sichtbarkeit und Absatz eingeholt bzw. überholt. Gleichzeitig bleibt Nicorette im AI-Visibility-Index prominent.

Die Analyse ist shoplevel-genau und zeitlich tagesaktuell — relevant für Entscheider in E‑Commerce, Digital, Marketing sowie Pharma, Health und Beauty.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Makya überholt Nicotinell sowohl in Sichtbarkeit als auch absatzseitig (Stand 10.01.2026).
  • Der AI-Visibility-Index (inkl. ChatGPT und Gemini) wurde von Prosoom erstmals im April 2024 erhoben; Nicorette rangiert hier weiterhin hoch.
  • Prosoom nutzt eine mehrschichtige, AI‑optimierte Absatzprojektion mit Shoplevel-Genauigkeit, validiert von über 40 Herstellern.
  • Makya vertreibt bereits über Shop-Apotheke; DocMorris verkauft Nicorette laut Daten etwa 7× so viel wie Shop-Apotheke.
  • Makya-Produkte sind ‚Hardware‘ mit Geschmacksvarianten, die Folgekäufe und eine fast dreifache Absatzsteigerung ermöglichen können.

Tagesgenaue CustomerJourney: Befund vom 10. Januar 2026

Die tagesgenaue Transparenz der CustomerJourney erlaubt eine unmittelbare Beobachtung von Marktverschiebungen. Prosoom-Daten zum 10.01.2026 zeigen, dass Makya in Suchsichtbarkeit und Absatz an Nicotinell vorbeigezogen ist. Parallel wächst Nicorette weiterhin überproportional — die Dynamik spielt sich zwar teilweise außerhalb der Apothekenbranche ab, hat aber direkte Auswirkungen auf Apothekenumsätze und Wettbewerbsstrategien.

AI-Visibility: Bedeutung und Messung

Der von Prosoom verwendete AI-Visibility-Index umfasst Ergebnisse aus ChatGPT und Gemini und wurde erstmals im April 2024 erhoben. In diesem Index liegt Nicorette prominent, was darauf hinweist, dass Markenpräsenz in KI-getriebenen Umgebungen die Auffindbarkeit und Marktwahrnehmung beeinflusst. Für Entscheider bedeutet das: SEO- und Content-Strategien müssen KI-gestützte Such- und Antwortmechaniken berücksichtigen.

Absatzprojektionen und Shoplevel-Genauigkeit

Die Prosoom-Absatzprojektion basiert auf einem mehrschichtigen, AI-optimierten Verfahren und liefert shoplevel-genaue Ergebnisse. Dieses Verfahren wurde von über 40 Herstellern validiert. Konkrete Marktzahlen zeigen zudem kanalabhängige Unterschiede: DocMorris verkauft Nicorette laut den Daten etwa siebenmal so viel wie Shop-Apotheke. Solche Differenzen sind entscheidend für Kanal‑ und Preisstrategien.

D2C-Mechaniken, Produktstrategie und Wettbewerbsdruck

Makya tritt primär mit ‚Hardware‘ auf; ergänzende Geschmacksvarianten dienen der Kundenbindung und generieren Folgekäufe. Prosoom-Daten deuten an, dass sich der Absatz bei Berücksichtigung aktueller Verkäufe fast verdreifachen kann. Wettbewerber bieten optisch ähnliche Produkte und fahren aggressive Werbung; gleichzeitig hängt Sichtbarkeit direkt mit Absatzleistung zusammen — ein kritischer Punkt für Apotheken- und Markenstrategien.

Fazit

Für Entscheider heißt das: Monitoring muss tagesgenau und shoplevel-genau erfolgen, AI-Visibility gehört in die Content‑ und Kanalplanung, und D2C‑Spieler wie Makya können durch Hardware‑Modelle plus Folgekäufe klassische Kanäle nachhaltig verschieben. Datengetriebene Anpassungen der Preis-, Produkt- und Vertriebskanäle sind jetzt erforderlich.

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dm med-Start: Praxistest zu Checkout, Versand & Packaging

Der technische Start von dm med (Versandapotheke) ist geglückt: Eine Testbestellung, die Drogerie- und Apothekenprodukte kombinierte, verlief überwiegend reibungslos und zeigt frühe Hinweise auf die geplante Gesundheits-CustomerJourney.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • dm hat seine Versandapotheke "dm med" live gestellt; eine kombinierte Bestellung aus Drogerie- und Apothekenartikeln war möglich.
  • Im Shop existieren erste Querverweise zwischen Drogerie und dm med, relevant für Cross-Selling und Customer Journey.
  • Der Warenkorb-Prozess war bis auf einen einmaligen, temporären Fehler stabil; die Zahlung wurde erwartungsgemäß auf dm und dm med aufgeteilt.
  • Die Lieferung erfolgte zwei Tage nach Übergabe an DHL; Produkte kamen in einer verschachtelten Verpackung (inneres Paket für dm med), offenbar aus rechtlichen Gründen.
  • Parallelbestellung (ratiopharm Nasenspray) zeigte Lieferverspätung: Übergabe an DHL am 16.12., angekündigt für 17.12., Paket blieb jedoch >800 km entfernt.

Technische Integration und Checkout

Der technische Launch von dm med offenbarte eine funktionale Integration in den bestehenden Shop: Kunden konnten Drogerie- und apothekenpflichtige Produkte im selben Bestellvorgang kombinieren. Die Warenkorbstrecke lief bis auf einen einmaligen, temporären Fehler souverän. Auffällig war die Zahlungsabwicklung: Am Checkout wurde die Zahlung erwartungsgemäß auf zwei Entitäten aufgeteilt (dm und dm med). Das deutet auf eine klare Trennung der Abrechnungsvorgänge hin, die für Reporting, Gesetzes- und Steueranforderungen relevant ist.

Versand, Verpackung und Compliance-Aspekte

Die Lieferung durch DHL erfolgte zwei Tage nach Übergabe. Die Verpackung war verschachtelt: Neben dem Drogerieartikel befand sich ein separates, inneres Paket mit den dm med-Artikeln. Laut Beobachtung ist diese Logik vermutlich aus rechtlichen Gründen umgesetzt worden. Für Entscheider ist wichtig: Solche Verpackungs- und Versandprozesse haben Auswirkungen auf Kosten, Retourenlogistik und Kundenerwartungen (z. B. Konsistenz der Unboxing-Erfahrung).

Customer Journey und Cross-Selling-Potential

Im Shop existieren bereits erste, einfache Querverweise zwischen Drogerie und dm med. Aus Kundensicht ist das ein relevanter Hebel, um Gesundheitsprodukte entlang der bestehenden Drogerie-Kaufpfade sichtbar zu machen. Die Möglichkeit, Drogerie- und Apothekerprodukte gemeinsam zu bestellen, eröffnet Convenience-Potenziale, erfordert aber konsistente Kommunikation zu Verfügbarkeit, Preisaufschlüsselung und Lieferbedingungen.

Betriebliche Ausnahmen und operative Risiken

Parallel zur Testbestellung trat bei einer anderen Bestellung (ratiopharm Nasenspray) eine deutliche Lieferabweichung auf: Das Paket wurde am 16.12. an DHL übergeben und für den 17.12. angekündigt, befand sich aber weiterhin über 800 km entfernt. Solche Einzelfälle weisen auf die Bedeutung robuster Fulfillment- und Tracking-Prozesse hin, insbesondere in Spitzenzeiten. Entscheider sollten Fulfillment-Transparenz und SLA-Überwachung in ihre Risiko- und Kapazitätsplanung einbeziehen.

Fazit

Der frühe Praxistest zeigt: Der Launch von dm med funktioniert technisch und logistisch in den meisten Abläufen. Entscheidend für die nächsten Schritte sind die Standardisierung von Checkout- und Versandprozessen, klare Kommunikation der Split-Abrechnung sowie eine skalierbare Fulfillment-Strategie, um Ausnahmen wie verspätete Pakete zu minimieren.

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dm med: Marktpotenzial, Sortiment und Preispositionierung

dm führt eine eigene Versandapotheke (dm med) ein und geht mit knapp 2.500 apothekenrelevanten Artikeln an den Start. Die vorliegenden Analysen zeigen ein potenzielles Marktvolumen von ca. 85 Millionen EUR p.a., eine Preisorientierung an Shop‑Apotheke sowie aktuelle Verfügbarkeiten von über 75% der SKUs.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • dm med startet mit knapp 2.500 apothekenrelevanten Artikeln und einem potenziellen Marktvolumen von ca. 85 Mio. EUR p.a. (Prognose 2025).
  • Viele PZNs entfallen auf Haut‑ und Gesichtspflege, das Absatzvolumen konzentriert sich jedoch auf klassische Apothekenkategorien (HNO, Schmerz, Magen‑Darm).
  • Preisstellung orientiert sich stark an Shop‑Apotheke; der Vergleich erfolgte shop‑zu‑shop, da Shop‑Apotheke marktplatzspezifische Preise nutzt.
  • Verfügbarkeiten liegen bei über 75% der Artikel (nach Absatz 65%); Grundlage ist eine shoplevelgenaue, tagesgenaue Absatzprojektion für 2025.

Kernzahlen und Methodik

Die zugrundeliegende Analyse basiert auf einer shoplevelgenauen, tagesgenauen und unabhängigen Absatzprojektion über alle Versandapotheken mit einem Forecast für 2025. Aufbauend darauf wird das potenzielle Marktvolumen für dm med mit ca. 85 Millionen EUR pro Jahr beziffert. Zum Start sind knapp 2.500 apothekenrelevante Artikel gelistet; die Lieferung erfolgt über das Angebot ‚dm med‘.

Sortimentsstruktur: PZN‑Verteilung vs. Absatztreiber

Zahlreiche PZNs entfallen auf die Kategorie Haut‑ und Gesichtspflege. Demgegenüber entsteht der Großteil des potenziellen Absatzvolumens in klassischen Apothekenbereichen wie HNO (z. B. Nasensprays), Schmerzmittel (z. B. Ibuprofen) und Magen‑Darm‑Produkten. Für Entscheider bedeutet das: hohe SKU‑Zahlen in Kosmetiksegmenten korrelieren nicht zwangsläufig mit hohem Umsatzanteil.

Preisstellung und Wettbewerbsvergleich

Die Preisgestaltung von dm med orientiert sich nach der Analyse stark an Shop‑Apotheke. Shop‑Apotheke betreibt jedoch marktplatzspezifische Preisdifferenzierung (unterschiedliche Preise je Marketplace). Die hier vorgelegte Analyse vergleicht daher exclusivamente shop‑zu‑shop, um diese Variablen zu eliminieren. Daraus folgt: beobachtete Preisparität zur Shop‑Apotheke ist ein zentraler Benchmark, kann auf einzelnen Marktplätzen allerdings abweichen.

Verfügbarkeiten und operative Relevanz

Aktuelle Verfügbarkeiten liegen bei über 75% aller Artikel; bezogen auf Absatzvolumen reduziert sich dieser Wert auf 65%. Für E‑Commerce‑ und Supply‑Chain‑Verantwortliche ist beides relevant: SKU‑Verfügbarkeit beeinflusst die Sortimentsbreite, absatzgewichtete Verfügbarkeit die Umsatzrealisierung. Kurzfristige Bestandssteuerung und Priorisierung nach Absatzrelevanz sind damit operative Hebel.

Hersteller können die zur Verfügung gestellte Produktliste anfordern. Hinweis: Teilnehmerkreis für die Liste sind ausschließlich Hersteller; für weitere Insights kann Kontakt zu William hergestellt werden (siehe Quelle).

Fazit

Die Markteinführung von dm med ist datenbasiert einschätzbar: knapp 2.500 Artikel, ca. 85 Mio. EUR p.a. Marktpotenzial, preislich starke Orientierung an Shop‑Apotheke sowie Verfügbarkeiten von über 75% (65% nach Absatz). Für Entscheider in E‑Commerce, Digital und Category Management entstehen daraus klare Handlungsfelder bei Sortimentspriorisierung, Preismonitoring und Bestandssteuerung. Detaillierte Produktlisten werden interessierten Herstellern zur Verfügung gestellt.

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dm med-Startanalyse: Sortiment, Customer Journey, Logistik

dm hat mit der Versandapotheke „dm med“ einen markanten Markteintritt vollzogen: Umfangreiches Sortiment, erste Shop‑Crosslinks und ein überwiegend reibungsloser Bestell‑ und Lieferprozess sind sichtbar.

Die folgenden Beobachtungen fassen Fakten aus einem Testkauf und der von Prosoom bereitgestellten Informationen zusammen und zeigen, worauf Entscheider in E‑Commerce, Digital, Marketing sowie Pharma und Health achten sollten.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • dm med startet mit einem Sortiment von über 2.000 Produkten; bekannte Apothekenmarken wurden hinzugefügt.
  • Shop‑Erlebnis: Crosslinks zwischen Drogerie und dm med sowie eine kombinierbare Warenkorbstrecke funktionieren grundsätzlich.
  • Checkout/Payment: Bestellung ergab einen erwarteten Zahlungssplit zwischen dm und dm med.
  • Fulfillment: Hauptlieferungen kamen laut Testbestellung innerhalb von zwei Tagen; einzelne Sendung (ratiopharm Nasenspray) war jedoch verzögert (>800 km Entfernung).
  • Hersteller können eine Produktliste von Prosoom anfordern; weiterführende Insights stehen Kunden zur Verfügung.

Produktangebot und Markenmix

Laut den bereitgestellten Informationen sind über 2.000 Produkte für dm med vorbereitet bzw. verfügbar. Im letzten Update wurden zahlreiche apothekennahe und pharmazeutische Marken ergänzt, darunter La Roche‑Posay (LRP), medipharma, Aliud, ratiopharm, Hylo, Hevert, Omni‑Biotic, Remifemin, Iberogast und Gelomyrtol. Die Erweiterung des Sortiments erhöht das Marktpotenzial von dm im Gesundheitssegment deutlich.

Customer Journey und Shop‑Erlebnis

Bei einem Testkauf kombinierten die Beobachter Drogerie‑ und dm‑med‑Produkte im Warenkorb. Im Shop sind erste einfache Querverweise zwischen Drogerie und dm med sichtbar, was aus Kundensicht den Einkauf über Kategorien hinweg erleichtert. Die Warenkorbstrecke funktionierte größtenteils ohne Probleme; beim Bestellabschluss erfolgte ein geteilter Bezahlvorgang für dm und dm med, wie erwartet.

Fulfillment‑Beobachtungen

Die Mehrzahl der Artikel wurde wie angekündigt innerhalb von zwei Tagen geliefert. Die Lieferung erfolgte als zwei getrennte Pakete: ein Paket für Drogerie‑Artikel und ein eigenes Paket mit den dm‑med‑Produkten. Ein weiterer bestellter Artikel (Nasenspray von ratiopharm) wurde am 16.12. an DHL übergeben und für den 17.12. angekündigt; zum Zeitpunkt der Auswertung lag dieses Paket weiterhin mehr als 800 km entfernt. Ursachen für die Verzögerung sind nicht bestätigt.

Relevanz für Hersteller und Händler

Für Hersteller eröffnet der dm‑Einstieg in den Versandapothekenmarkt ein größeres Absatzfeld durch die Kombination von Drogerie‑ und Apothekenangeboten. Prosoom stellt die zur Verfügung gestellte Produktliste auf Anfrage zur Verfügung; laut Kommunikation erfolgt die Zusendung nach Kommentar mit dem Text „dm-Produktliste von Prosoom“. Hinweis: Die Aufforderung richtet sich ausschließlich an Hersteller. Kunden von Prosoom erhalten zusätzlich weiterführende Insights.

Fazit

Der dm med‑Start zeigt ein umfassendes Sortiment, funktionale Shop‑Crosslinks und eine im Test überwiegend reibungslose Abwicklung. Entscheider sollten Verfügbarkeit, Markenmix und die operative Lieferqualität in den kommenden Wochen beobachten, um Chancen und Risiken für Vertrieb und Markenpräsenz im Health‑Segment pragmatisch zu bewerten.

Vollständige Analyse als PDF

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