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Monat: Januar 2026

Advertorials und Fake-Vergleichsseiten im Health-E‑Commerce

Advertorials – als redaktionell getarnte Kaufempfehlungen – sind in der Gesundheits- und Beauty-Suche präsent und wirken oft seriös. Eine Auswertung von Google-Werbeanzeigen für Millionen Gesundheits-Keywords (seit 01.12.2025) identifiziert über 650 Advertorial-Vergleiche/-Tests, die nur 1,8% aller beworbenen Seiten ausmachen, aber das Klickvolumen bei generischen Keywords um das 7‑fache erhöhen.

Wesentliche Risiken: 25% der untersuchten Advertorials tragen keine Werbekennzeichnung; 7,5% binden Inhalte oder Verweise zur Stiftung Warentest ein; und einzelne Marken tauchen vielfach auf (Vitamoment: 207 Nennungen).

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Advertorials sind erlaubt, aber müssen als Werbung gekennzeichnet sein — in der Auswertung fehlte die Kennzeichnung bei 25%.
  • Mehr als 650 Advertorial-Vergleiche/-Tests wurden identifiziert; sie stellen 1,8% der beworbenen Seiten, erzeugen aber überproportional Klickvolumen.
  • Bei generischen Keywords zielen Advertorials auf Neukunden: das Klickvolumen ist siebenmal größer als bei anderen Formaten.
  • Marken werden häufig namentlich genannt (Vitamoment: 207 Nennungen); einige Seiten nutzen Weiterleitungen zu D2C-Shops oder platzieren vermeintliche Testsieger strategisch.
  • 7,5% der Advertorials referenzieren Stiftung Warentest oder dessen Ergebnisse — eine mögliche Irreführung, wenn Quellen nicht korrekt dargestellt werden.

Was sind Advertorials und wie ist die Rechtslage?

Advertorials kombinieren Werbeinhalte mit journalistischer Form und sollen redaktionelle Glaubwürdigkeit herstellen. Rechtlich sind Advertorials zulässig, müssen aber deutlich als Werbung gekennzeichnet sein. In der analysierten Stichprobe fehlte diese Kennzeichnung in 25% der Fälle, was aus Compliance‑ und Abmahn‑Sicht problematisch ist.

Reichweite und Einfluss auf Paid Search

Die Analyse aller Google‑Werbeanzeigen für Millionen von Gesundheits‑Keywords seit dem 01.12.2025 ergab über 650 Advertorial‑Vergleiche/-Tests. Diese Seiten machen 1,8% der beworbenen Domains aus, generieren aber bei generischen Keywords ein siebenfach höheres Klickvolumen — sie sind also klein in der Anzahl, groß im Wirkungspotenzial.

Markeneffekte und typische Gestaltungsmuster

Advertorials präsentieren sich häufig mit Logos, vermeintlichen Expertenstimmen und Testergebnissen, um Seriosität zu suggerieren. Einige Seiten leiten auf Hersteller‑D2C‑Shops weiter oder setzen einen Buy‑Button ein, um zusätzliche Umsätze zu erzielen. In der Auswertung war Vitamoment mit 207 Nennungen Spitzenreiter; Doppelherz folgte ebenfalls häufig. Platzierungsmuster zeigen den angeblichen Testsieger zentral.

Erkennungsmerkmale, Risiken und irreführende Referenzen

Indikatoren für problematische Advertorials sind fehlende Werbekennzeichnung, fiktive oder nicht klar gekennzeichnete Autoren, Weiterleitungen zu Herstellerseiten und die Einbindung vermeintlich neutraler Testergebnisse. 7,5% der analysierten Seiten nannten Stiftung Warentest oder banden dessen Ergebnisse ein — ein Punkt, der eine genaue Prüfung der Quellenangaben erfordert. Monetarisierungsformen wie Affiliate‑Links und Buy‑Buttons können zudem zu Interessenkonflikten führen.

Handlungsfelder für Marken und E‑Commerce‑Entscheider

Entscheider sollten systematisch überwachen, wo ihre Marke in Advertorials genannt wird, und Paid‑Search‑Auftritte in relevanten Keyword‑Clustern auditieren. Prüfen Sie Werbekennzeichnungen, Quellverweise (z. B. Stiftung Warentest) und Redirect‑Mechanismen. Ergänzend empfiehlt sich die Analyse, ob Advertorials die Customer Journey verändern (Touchpoints, Klickpfade, Conversion‑Ziele) und ob bezahlte Platzierungen gezielt über generische Keywords Neukunden kanalisieren.

Fazit

Advertorials sind ein kleines, aber wirkungsstarkes Element im Gesundheits‑Paid‑Search‑Ökosystem. Für Marken bedeutet das: Monitoring, rechtliche Prüfung der Kennzeichnung und eine datenbasierte Bewertung des Einflusses auf Sichtbarkeit und Conversion‑Pfad. Nur so lassen sich Reputations‑ und Umsatzrisiken zielgerichtet steuern.

Vollständige Analyse als PDF

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Makya setzt Apotheken unter Druck im Raucherentwöhnungsmarkt

Prosoom-Daten vom 10. Januar 2026 zeigen: Ein D2C-Anbieter (Makya) hat traditionelle Apothekenmarken in Sichtbarkeit und Absatz eingeholt bzw. überholt. Gleichzeitig bleibt Nicorette im AI-Visibility-Index prominent.

Die Analyse ist shoplevel-genau und zeitlich tagesaktuell — relevant für Entscheider in E‑Commerce, Digital, Marketing sowie Pharma, Health und Beauty.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Makya überholt Nicotinell sowohl in Sichtbarkeit als auch absatzseitig (Stand 10.01.2026).
  • Der AI-Visibility-Index (inkl. ChatGPT und Gemini) wurde von Prosoom erstmals im April 2024 erhoben; Nicorette rangiert hier weiterhin hoch.
  • Prosoom nutzt eine mehrschichtige, AI‑optimierte Absatzprojektion mit Shoplevel-Genauigkeit, validiert von über 40 Herstellern.
  • Makya vertreibt bereits über Shop-Apotheke; DocMorris verkauft Nicorette laut Daten etwa 7× so viel wie Shop-Apotheke.
  • Makya-Produkte sind ‚Hardware‘ mit Geschmacksvarianten, die Folgekäufe und eine fast dreifache Absatzsteigerung ermöglichen können.

Tagesgenaue CustomerJourney: Befund vom 10. Januar 2026

Die tagesgenaue Transparenz der CustomerJourney erlaubt eine unmittelbare Beobachtung von Marktverschiebungen. Prosoom-Daten zum 10.01.2026 zeigen, dass Makya in Suchsichtbarkeit und Absatz an Nicotinell vorbeigezogen ist. Parallel wächst Nicorette weiterhin überproportional — die Dynamik spielt sich zwar teilweise außerhalb der Apothekenbranche ab, hat aber direkte Auswirkungen auf Apothekenumsätze und Wettbewerbsstrategien.

AI-Visibility: Bedeutung und Messung

Der von Prosoom verwendete AI-Visibility-Index umfasst Ergebnisse aus ChatGPT und Gemini und wurde erstmals im April 2024 erhoben. In diesem Index liegt Nicorette prominent, was darauf hinweist, dass Markenpräsenz in KI-getriebenen Umgebungen die Auffindbarkeit und Marktwahrnehmung beeinflusst. Für Entscheider bedeutet das: SEO- und Content-Strategien müssen KI-gestützte Such- und Antwortmechaniken berücksichtigen.

Absatzprojektionen und Shoplevel-Genauigkeit

Die Prosoom-Absatzprojektion basiert auf einem mehrschichtigen, AI-optimierten Verfahren und liefert shoplevel-genaue Ergebnisse. Dieses Verfahren wurde von über 40 Herstellern validiert. Konkrete Marktzahlen zeigen zudem kanalabhängige Unterschiede: DocMorris verkauft Nicorette laut den Daten etwa siebenmal so viel wie Shop-Apotheke. Solche Differenzen sind entscheidend für Kanal‑ und Preisstrategien.

D2C-Mechaniken, Produktstrategie und Wettbewerbsdruck

Makya tritt primär mit ‚Hardware‘ auf; ergänzende Geschmacksvarianten dienen der Kundenbindung und generieren Folgekäufe. Prosoom-Daten deuten an, dass sich der Absatz bei Berücksichtigung aktueller Verkäufe fast verdreifachen kann. Wettbewerber bieten optisch ähnliche Produkte und fahren aggressive Werbung; gleichzeitig hängt Sichtbarkeit direkt mit Absatzleistung zusammen — ein kritischer Punkt für Apotheken- und Markenstrategien.

Fazit

Für Entscheider heißt das: Monitoring muss tagesgenau und shoplevel-genau erfolgen, AI-Visibility gehört in die Content‑ und Kanalplanung, und D2C‑Spieler wie Makya können durch Hardware‑Modelle plus Folgekäufe klassische Kanäle nachhaltig verschieben. Datengetriebene Anpassungen der Preis-, Produkt- und Vertriebskanäle sind jetzt erforderlich.

Vollständige Analyse als PDF

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