dm med-Start: Praxistest zu Checkout, Versand & Packaging
Der technische Start von dm med (Versandapotheke) ist geglückt: Eine Testbestellung, die Drogerie- und Apothekenprodukte kombinierte, verlief überwiegend reibungslos und zeigt frühe Hinweise auf die geplante Gesundheits-CustomerJourney.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- dm hat seine Versandapotheke "dm med" live gestellt; eine kombinierte Bestellung aus Drogerie- und Apothekenartikeln war möglich.
- Im Shop existieren erste Querverweise zwischen Drogerie und dm med, relevant für Cross-Selling und Customer Journey.
- Der Warenkorb-Prozess war bis auf einen einmaligen, temporären Fehler stabil; die Zahlung wurde erwartungsgemäß auf dm und dm med aufgeteilt.
- Die Lieferung erfolgte zwei Tage nach Übergabe an DHL; Produkte kamen in einer verschachtelten Verpackung (inneres Paket für dm med), offenbar aus rechtlichen Gründen.
- Parallelbestellung (ratiopharm Nasenspray) zeigte Lieferverspätung: Übergabe an DHL am 16.12., angekündigt für 17.12., Paket blieb jedoch >800 km entfernt.
Technische Integration und Checkout
Der technische Launch von dm med offenbarte eine funktionale Integration in den bestehenden Shop: Kunden konnten Drogerie- und apothekenpflichtige Produkte im selben Bestellvorgang kombinieren. Die Warenkorbstrecke lief bis auf einen einmaligen, temporären Fehler souverän. Auffällig war die Zahlungsabwicklung: Am Checkout wurde die Zahlung erwartungsgemäß auf zwei Entitäten aufgeteilt (dm und dm med). Das deutet auf eine klare Trennung der Abrechnungsvorgänge hin, die für Reporting, Gesetzes- und Steueranforderungen relevant ist.
Versand, Verpackung und Compliance-Aspekte
Die Lieferung durch DHL erfolgte zwei Tage nach Übergabe. Die Verpackung war verschachtelt: Neben dem Drogerieartikel befand sich ein separates, inneres Paket mit den dm med-Artikeln. Laut Beobachtung ist diese Logik vermutlich aus rechtlichen Gründen umgesetzt worden. Für Entscheider ist wichtig: Solche Verpackungs- und Versandprozesse haben Auswirkungen auf Kosten, Retourenlogistik und Kundenerwartungen (z. B. Konsistenz der Unboxing-Erfahrung).
Customer Journey und Cross-Selling-Potential
Im Shop existieren bereits erste, einfache Querverweise zwischen Drogerie und dm med. Aus Kundensicht ist das ein relevanter Hebel, um Gesundheitsprodukte entlang der bestehenden Drogerie-Kaufpfade sichtbar zu machen. Die Möglichkeit, Drogerie- und Apothekerprodukte gemeinsam zu bestellen, eröffnet Convenience-Potenziale, erfordert aber konsistente Kommunikation zu Verfügbarkeit, Preisaufschlüsselung und Lieferbedingungen.
Betriebliche Ausnahmen und operative Risiken
Parallel zur Testbestellung trat bei einer anderen Bestellung (ratiopharm Nasenspray) eine deutliche Lieferabweichung auf: Das Paket wurde am 16.12. an DHL übergeben und für den 17.12. angekündigt, befand sich aber weiterhin über 800 km entfernt. Solche Einzelfälle weisen auf die Bedeutung robuster Fulfillment- und Tracking-Prozesse hin, insbesondere in Spitzenzeiten. Entscheider sollten Fulfillment-Transparenz und SLA-Überwachung in ihre Risiko- und Kapazitätsplanung einbeziehen.
Fazit
Der frühe Praxistest zeigt: Der Launch von dm med funktioniert technisch und logistisch in den meisten Abläufen. Entscheidend für die nächsten Schritte sind die Standardisierung von Checkout- und Versandprozessen, klare Kommunikation der Split-Abrechnung sowie eine skalierbare Fulfillment-Strategie, um Ausnahmen wie verspätete Pakete zu minimieren.