Analysen von Millionen Such- und Prompt-Ergebnissen zeigen: englische Quellen bevorzugt auftauchen bei vielen AI-Tools. In untersuchten Tools wie AI Overview, AI Mode und ChatGPT lag der Anteil englischsprachiger Quellen bei rund 33%, während klassische Google-Suchen bisher knapp 1% erreichten. Für Entscheider in E‑Commerce, Digital, Marketing sowie Pharma, Health und Beauty bedeutet das: Verständnis der Gründe und gezielte SEO-Maßnahmen sind jetzt entscheidend.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- AI-Tools nutzen deutlich häufiger englischsprachige Quellen (~33%) als klassische Suchergebnisse (~1%).
- Ursachen sind frühe englische Trainingsdaten, unterschiedlich starkes Crawling und die starke Fachpublikation in Englisch.
- Technischer Wettbewerb und häufigere SEO-Nutzung in englischsprachigen Inhalten verstärken den Effekt.
- Gegensteuerung gelingt durch gezielte SEO‑Arbeit, strukturierten Inhalt, Keyword- & Prompt-Setting sowie kontinuierliche Content-Produktion.
Warum englische Quellen bevorzugt werden
Die Auswertung von Millionen Trefferzeilen zeigt, dass viele AI-Modelle und -Overviews einen deutlich höheren Anteil englischer Quellen verwenden. Das Ergebnis: Antworten und Quellenlisten enthalten häufiger englischsprachige Studien und Artikel als solche in der lokalen Sprache. Dieses Muster ist keine Zufälligkeit, sondern Folge von Datenbestand und Rankingmechaniken.
Ursachen: Trainingsdaten, Crawling und Fachsprache
Mehrere Faktoren erklären die Bevorzugung englischer Inhalte: Entwickler begannen mit englischsprachigen Datensätzen (zeitlicher Vorsprung), manche Länder und Sprachen sind technisch weniger intensiv gecrawlt/indexiert, und in vielen Themenbereichen existiert schlicht mehr Content auf Englisch. Zusätzlich erscheinen Fachpublikationen in Bereichen wie Medizin, Pharma, Naturwissenschaften und IT oft primär auf Englisch, was ihr Gewicht in den Trainingsdaten erhöht.
Technischer Effekt: SEO-Wettbewerb verschiebt Ergebnisse
Aufgrund der hohen Zahl englischer Seiten ist der interne Wettbewerb größer. Studien in der Analyse zeigen, dass SEO-Techniken in englischsprachigen Inhalten häufiger eingesetzt werden (zwei- bis fünfmal so oft), was AI-Modelle tendenziell belohnen. Seiten mit sauberer Struktur und etablierten SEO-Maßnahmen rutschen deshalb eher in den potenziellen Ergebnisraum der Modelle.
Handlungsempfehlungen für Entscheider
Die Handlungsempfehlung aus der Analyse ist klar: gezielte SEO-Arbeit. Konkrete Schritte aus der Auswertung sind unter anderem:
- Aufbau guter Seitenstrukturen und technischer SEO-Grundlagen.
- Richtiges Prompt- und Keyword-Setting, um bei AI-Abfragen in der lokalen Sprache sichtbar zu werden.
- Hochwertigen, fachlich relevanten Content produzieren und regelmäßig aktualisieren.
- Zuerst analysieren: je Kategorie und Thema variiert der Anteil englischer Treffer stark – datenbasierte Priorisierung ist entscheidend.
Für vertiefte Strategien bietet Prosoom Solutions Workshops im Format „Strategy2Action – AI“ an, in denen die vollständigen Maßnahmen und weitere Hebel erarbeitet werden.
Fazit
Die Erkenntnis, dass englische Quellen bevorzugt auftauchen, ist kein Zufall, sondern Ergebnis von Datengrundlagen und Marktmechaniken. Entscheider können diesen Effekt beeinflussen: durch zielgerichtete SEO-Maßnahmen, strukturierte Inhalte, sorgfältiges Keyword- und Prompt-Setting sowie regelmäßige Content-Produktion. Analyse und strategische Umsetzung bleiben dabei zentral.